RCDS Freiburg unterstützt rechte Burschenschafter

Nachdem verschiedene Studentenverbindungen zur letzten Uni-Wahl 2016 eine eigene „Liste Korporiertes Freiburg“ aufstellten und kläglich scheiterten, greift der RCDS Freiburg den rechten Burschenschaftern nun unter die Arme und stellt ihnen Platz auf seiner zweiten Wahlliste „RCDS II“ zur Verfügung.

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Der Studentenball Freiburg – Ein rechte Veranstaltung etabliert sich

Am 21. Januar 2017 fand bereits zum 3. Mal der „Freiburger Studentenball“ im Peterhofkeller der Albert-Ludwigs-Universität statt. Veranstaltet wird der Ball von dem „Freiburger Studentenball e.V.“, zwischen dessen Vorsitz und der Burschenschaft Alemannia Personalunion besteht. Schützenhilfe gab es dieses Jahr von der Tanzschule Fritz, die sich dazu bereit erklärt hatte, die Tanzkurse auf dem Alemannen-Haus zu geben. Daneben traten die Brauerei Rothaus, die Privatsektkellerei Geldermann und die Versicherungsgesellschaft Aurigon Advisors als Sponsoren und damit finanzielle Unterstützer des Balles auf.

Der Alemannia gelingt mit dem Studentenball die Etablierung eines Events der akademischen Rechten in Freiburg. Trotz der vielzähligen Bemühungen, sich ein liberales Image zu verpassen, möchten wir im Folgenden die Schnittmengen zu rechten Akteuren aufzeigen und deutlich machen, dass es sich hier nicht um einen harmlosen Ball handelt, sondern vielmehr um ein jährliches Treffen von reaktionären, sexistischen und rechten Verbindungsmitgliedern in Freiburg.

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Die Akademische Rechte in Freiburg – eine Bestandsaufnahme

Einleitung

Dass Studentenverbindungen bundesweit enge Verbindungen zu rechten Strukturen haben, ist nichts Neues. Immer wieder gibt es Berichte über aktive Nazis, die Mitglieder von Verbindungen waren und sind. Insbesondere der rechte Burschenschaftsverband „Deutsche Burschenschaft (DB)“ machte in der Vergangenheit vermehrt auf sich aufmerksam, z.B. mit der Diskussion um die Einführung eines sogenannten Ariernachweises für Mitglieder.

Auch in Freiburg tut sich ein Teil der studentischen Verbindungen in den letzten Jahren vor allem durch ihre Nähe zu rechten Akteuren hervor. Das mag angesichts der seit jeher in Studentenverbindungen vorherrschenden sexistischen, nationalistischen und elitären Vorstellungen wenig verwundern – zu problematisieren und skandalisieren ist es allemal.

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Damenverbindungen – Reaktion im Deckmantel der Emanzipation?

Wir veröffentlichen hier einen Text der Feministischen Linken Freiburg, der sich vor allem mit der Historie und politischen Einordnung von Damenverbindungen beschäftigt. Der Artikel erschien bereits 2015 in der Broschüre „Elitär & reaktionär seit 1815 – 200 Jahre Urburschenschaft in Jena“ des Studierendenrates der Uni Jena.

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Fang den Hut!

Laut einem Bericht der Badischen Zeitung wurde in der Nacht des 31. Oktober 2015 das Verbindungshaus der männlichen und pflichtschlagenden Landsmannschaft Neoborussia Halle zu Freiburg von „bis zu 25 Vermummten“ überfallen. An dem Wochenende fand auf dem Verbindungshaus ein Treffen des „Silberkartells“, ein Kartell innerhalb des Coburger Convents, statt.

Autoritär und Reaktionär feiert an der Uni

Wir dokumentieren eine Stellungnahme der Studierendenvertretung zum „Ersten Studentenball in Freiburg“:

Am Samstag, den 24.01.2015 findet im Peterhofkeller, in den Gebäuden der Universität Freiburg, der „Erste Studentenball in Freiburg“ statt. Veranstalterinnen sind die Burschenschaft Alemannia und die Katholische Deutsche Studentenverbindung Hercynia. Die Vergabe dieses Raumes an eine Burschenschaft und eine Studentenverbindung wird von der Studierendenvertretung stark krisitiert. Weiterlesen

MaGeSa

Dubravko Mandic

Unser Burschi des Monats September 2013, Dubravko Mandic, seines Zeichens Alter Herr der Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesa und AfD-Funktionär, äußert sich auf der Website „Patriotische Plattform“ ablehnend gegenüber einem Beschluss der Bundes- und Landessprecher der AfD. Diese hatten die Teilnahme von AfD-Mitgliedern an Demonstrationen der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) missbilligt und andernfalls Parteiordnungsmaßnahmen oder einen Parteiausschluss angedroht.

Mandic verteidigt in seinem Schreiben vom 02.11.2014, das wir im Folgenden dokumentieren, öffentlich die HoGeSa-Bewegung, da „ohne sie Demos gegen Salafismus hierzulande gar nicht möglich“ seien. Weiterlesen

Sekt und Selters

Ein Grund zu feiern: Nachdem die katholische Studentenverbindung Bavaria schon lange Nachwuchsprobleme hatte, hat sie sich jetzt endlich aufgelöst und ihr Haus verkauft. Einen Haken hat die Sache jedoch: Mit dem Erlös kaufen sich die alten Herren bei der Uni ein. Eine neu gegründete Stiftung soll Stipendien vergeben und einmal im Jahr den  „Bischof Hemmerle Wissenschaftspreis“ verleihen, der nach einem alten Herren benannt ist. Ob davon auch nur deutsche, katholische Männer profitieren? Zumindest ist nicht auszuschließen, dass die deutschen, katholischen Männer im Kuratorium der Stiftung eine entsprechende Auswahl treffen.

Post an die Rhenania

Wir dokumentieren, einen Brief an die Rhenania, der in der AStA-Zeitung berta erschienen ist:

Liebes Corps Rhenania*,

es sind schon harte Zeiten für euch. Da versucht ihr euch doch sonst immer so hart von den bösen politischen Burschenschaftlern abzugrenzen und doch seid ihr bei den Meisten trotzdem unten durch. Genau wie eure Waffenbrüder. Dabei wolltet ihr doch nur die Elite der Elite sein und nach dem Studium durch Vitamin-B schneller an das schöne Geld kommen. Tja wie lange das noch so gut geht, wenn selbst die Sozialdemokraten euresgleichen schon ausschließen?

Dabei wolltet ihr doch nur wild und frei sein. Aber das Gesaufe und Geraufe mit den ebenfalls betrunkenen Waffenbrüder macht euch ganz bestimmt nicht frei. Und wie gefällt euch wild, wenn sogar ins offene Fenster gepinkelt wird? Eurer Leben ist schon hart. Und wenn dann das Keilen nicht mehr klappt und nicht mal zu einer Party – gesponsert von Onkel V+ – genügend Leute kommen, um die Unkosten wieder rein zu kriegen. Jetzt kommt es sogar schon so weit, dass ihr auch noch überteuerten Eintritt nehmen müsst. Es ist ein Teufelskreis. Und dann werden auch noch immer eure Plakate abgehängt und eure Facebook-Accouts gehackt. Ihr armen Schweine!

Hey, aber Kopf hoch. Immerhin lebt ihr noch. Und es geht euch noch nicht wie dem Hamburger Studenten der besoffen in Heidelberg aus dem Fenster der Landsmannschaft Zaringia fiel. Also in Zukunft eher Vorsicht mit den Spritzen. Auch wenn ihr sie nur für nen Euro vertickt.

Ich mein, das bisschen Farbe an der Fassade, dafür müsste doch noch genügend Kohle im Vereinstopf sein. Aber aufgepasst, wenn das Finanzamt davon erfährt, geht es eurer Gemeinnützigkeit bestimmt bald an den Kragen.

Aber eins noch: Ihr studiert doch fast alle Jura oder VWL, warum wisst ihr dann nicht, dass man nicht klauen darf? Also ehrlich und dann auch noch von der Stadt Freiburg. Und dann hängt ihr das Schild der Stelle der Gleichberechtigung der Frau auch noch übers Spülbecken. Das ist aber keine Gleichberechtigung.

Also lasst das mit dem Sexismus sein und ihr könntet mir fast leid tun. Fast.

Liebe Grüße,
Kein Fan

* Nein dies ist kein Gendersternchen. Die guten männlichen Studenten lehnen nicht nur die Gender-Theorie ab, sie lassen selbst Frauen nicht rein. (Ich meine wer 1848 hängen bleibt…)

Corps übrigens gesprochen „Chor“, hat aber nix mit Singen zu tun, das sind die Sängerschaften.