RCDS Freiburg unterstützt rechte Burschenschafter

Nachdem verschiedene Studentenverbindungen zur letzten Uni-Wahl 2016 eine eigene „Liste Korporiertes Freiburg“ aufstellten und kläglich scheiterten, greift der RCDS Freiburg den rechten Burschenschaftern nun unter die Arme und stellt ihnen Platz auf seiner zweiten Wahlliste „RCDS II“ zur Verfügung.

Mit Patrik Deutrich und Sebastian Weyland finden sich gleich zwei Mitglieder der rechten Burschenschaft Teutonia auf der RCDS-Liste, die bereits letztes Jahr für die „Liste Korporiertes Freiburg“ kandidiert bzw. diese unterstützt hatten. Auch Marcel Edgar Friedrich – auf der RCDS II-Liste auf Platz Nr. 6 – trat vergangenes Jahr für „Korporiertes Freiburg“ an.

Ebenfalls ist die KStV Brisgovia Freiburg ist mit dem Jura-Studenten Steven Bialas auf der RCDS-Liste vertreten.

Dass der RCDS stets ein freundschaftliches Verhältnis zu verschiedenen Studentenverbindungen pflegte, ist nichts neues. So schimpft er auch dieses Jahr in seinem Wahlprogramm über „politischen Extremismus“ und fordert „dass der StuRa Organisationen wie „Falsch Verbunden“, die Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen pauschal diffamieren, in Zukunft die Unterstützung versagt.“

Neu ist allerdings die offene Zusammenarbeit mit extrem rechten Burschenschaftern von der B! Teutonia.

Ob der Versuch der Korporierten, sich über eine RCDS-Liste in den StuRa einzuschleichen, letztlich erfolgreich sein wird, bleibt zu bezweifeln. Ist doch schon das Nicht-Aufstellen einer eigenen „korporierten Liste“ ein deutliches Zeichen der Schwäche und des mangelnden Rückhalts innerhalb der Studierendenschaft. Dem sind sich die Verbindungsmitglieder offensichtlich bewusst … sonst wären sie wohl offen aufgetreten.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.